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| Dreamworks, Eigenvertrieb, 2006 |
| Dennis Belácik |
Vocals, Guitar |
| Ian Glorian |
Guitar |
| Shisho |
Bass |
| Mario Zvara |
Drums |
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Länge: 39 Min 20 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Back From Serenity | 5. The Revival |
| 2. Strange Feeling | 6. Describe My Fate |
| 3. When Dark Dreams Became Reality | 7. Dreamworks |
| 4. The Last Twilight | 8. Wanderings In Flames |
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1996, vor ziemlich genau zehn Jahren, betrat eine junge schwedische
Band die Bühne, auf die niemand auch nur einen Pfifferling gewettet
hätte. Die New Wave Of British Heavy Metal (NwoBHM) war lange schon
keine Welle mehr, Death, Thrash, Hardcore, Prog, alles schien irgendwie
ausgereizt.
Anstatt also etwas Neues, Großes zu erfinden, orientierten sich die fünf Schweden von HAMMERFALL
gekonnt nach Rückwärts und verhalfen so dem klassischen Heavy Metal
(manche sagen "True Metal", manche gar "Power Metal") ein
bemerkenswertes Comeback. Die LP/CD "Glory To The Brave" war DAS
Debutalbum der Saison 1996/'97.
Der Trend hält bis heute an und hat etliche Bands hervorgebracht, die
so gar nichts anderes können, als den britischen (später auch den
deutschen) Früh-Achtziger-Jahre-Metal mehr oder weniger gekonnt
nachzuspielen. Oftmals eher weniger denn mehr (RHAPSODY, STRATOVARIUS, SONATA ARCTICA, FREEDOM CALL oder EDGUY, um nur einige zu nennen).
Und was zu den Zeiten des eisernen Vorhanges und des Kalten Krieges
noch der östliche Teil der Tschechoslowakei (CSSR) war, nennt sich
heute Slowakei und schickt sich an, den oben beschriebenen,
zweifelhaften Trend fortzusetzen.
HAMMERHEARTs Debutalbum "Dreamworks" hat es deshalb auch entsprechend
in sich. Wer als Band zwölf Jahre braucht, um sein Erstlingswerk zu
vollenden, dem kann man zumindestens ein mangelndes Durchhaltevermögen
nicht unterstellen.
Was der slowakische Vierer um Shouter Denis Belácik hier vorlegt, und
damit meine ich jedes einzelne der acht Stücke, habe ich so oder so
ähnlich schon tausendmal gehört.
Die Scheibe ist dermaßen retro (oder sagt man bei Platten jetzt auch
schon "vintage"?), dass mir schier die Worte fehlen. Man macht genau da
weiter, wo SAMSON und DIAMOND HEAD vor über zwanzig Jahren aufgehört haben. Wäre Paul DiAnno nicht nach dem zweiten IRON MAIDEN-Album ausgestiegen, so hätte das dritte womoglich geklungen (man höre nur Wandering In Flames oder The Revival).
Charmant finde ich allerdings, dass HAMMERHEART sich auch bei der
Produktion eng an ihre Vorbilder anlehnen (ob freiwillig oder
unfreiwillig vermag ich nicht zu sagen). Das klingt alles sehr analog
und mitunter etwas dünn, aber so klingen die frühen LPs der PRETTY MAIDS
ja auch. Ausserdem kann man die knapp vierzigminütige Scheibe - wie
früher - bequem auf eine Seite einer C-90-Cassette überspielen.
Würde auf dem Backcover der CD nicht 2006 draufstehen, ich hätte die
Combo irgendwo Mitte der Achtziger und in der zweiten Reihe verortet.
Wie man sich doch täuschen kann.
Schätze mal, die Japaner werden das Ding lieben.
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